Chiang Mai ist das Zentrum des Nordens, eine Stadt die eine höhere
"Tempeldichte" als Bangkok aufweist! Der alte Kern der zweitgrößten
Stadt Thailands ist quadratisch,
mit einem Graben umgeben. Zur Zeit des Wasserfestes Songkran (13. bis 15.
April) sollte man sich tagsüber hier nur leicht bekleidet bewegen. Der Brauch der
rituellen Waschung hat sich hier in eine äußerst reale Dusche gewandelt!
Für die Ausflüge in die nähere Umgebung empiehlt es sich, ein kleines Motorrad zu mieten.
In Chiang Mai wird - im Gegensatz zu Bangkok oder Phuket - eher gemächlich gefahren. Achten Sie
aber dennoch darauf, daß die Bremsen gut funktionieren, sonst kann es bei der Rückkehr aus den
umliegenden Bergen unangenehme Überraschungen geben!
Ein bequemes Fortbewegungsmittel in Chiang Mai sind die Tuk-Tuks, aber denken Sie bitte
daran, vor Antritt der Fahrt den Preis auszuhandeln. Eine normale Fahrt innerhalb
der Stadt sollte nicht mehr als 50 Baht kosten. Als Alternative empfiehlt sich ein
Song-Täo, das sind die roten Pickups mit Plane und Bänken auf der Ladefläche.
Sie funktionieren als eine Art Sammeltaxi, man muß manchmal kleine Umwege in Kauf
nehmen, kommt aber wesentlich billiger ans Ziel. Für einen Ausflug zum Doi Suthep
nehmen Sie eines der gelben Song-Täos, die an der nördlichen Begrenzungsstraße
des alten Stadtkerns warten.
Ein paar Kilometer von Chiang Mai entfernt liegt auf dem Doi Suthep einer der
schönsten Tempel Thailands, den Sie unbedingt besuchen sollten. Gehen Sie am besten früh
morgens dorthin und genießen Sie den Ausblick auf die gerade aufwachende Stadt zu Füßen des
Berges. (Siehe hierzu den Link in der rechten Spalte zu Google Earth.)
Es ist dann noch herrlich ruhig hier, bevor die Massen der Besucher busladungsweise
herangekarrt werden. Nehmen Sie von der Nord-West-Ecke des quadratischen Stadtgrabens die
Straße in Richtung Zoo. Diese führt dann weiter in die Berge und am Tempel vorbei zu einem der
Paläste des Königs. Dieser ist auch einen Besuch wert, der Zutritt ist aber am Wochenende
meist nicht möglich.
Im weiteren Verlauf endet die Straße in einem "Hill-Tribe"-Dorf, das aber völlig
kommerzialisiert ist und nichts mehr mit der ursprünglichen Lebensart der Bergbevölkerung
zu tun hat. Sparen Sie sich den Weg dorthin besser!
Ein kleiner Stausee etwa 10 km nördlich von Chiang Mai (Huey Dung Thao) ist einen
Tagesausflug wert, wenn Sie einmal Ruhe suchen und ein bißchen Schwimmen wollen. Bei
geeigneter Wetterlage findet man sogar ein paar unermüdliche Windsurfer, die ihr Glück
versuchen.
Folgen Sie dieser Straße weiter in Richtung Norden, erreichen Sie nach etwa 15 km
in Mae Rim die Abzweigung in Richtung Mae Sa. Auf dem Weg dorthin kommen Sie an einer Schlangenfarm,
einer Orchideenfarm und einem Elefantentrainingscamp vorbei. In Mae Sa gibt es ein sehr
gepflegtes Resort mit Bungalows zu angemessenen Preisen, auch das Restaurant dort ist zu
empfehlen, doch alleine die Parkanlage ist den Ausflug wert.
In der Umgebung der Stadt Chiang Mai sind viele Handwerkbetriebe der Holz- und Silberverarbeitung
angesiedelt. In einem Nachbardorf (Bor Sang) werden die berühmten Schirme und Fächer
hergestellt.
Als Unterkunft empfiehlt sich das Lai Thai Guest House. Bei
vorheriger Anmeldung werden Sie gratis vom Flugplatz, Bushof oder Bahnhof abgeholt. Die
Zimmer - im nördlichen Stil eingerichtet - sind preiswert und sauber. Die zentrale Lage
erlaubt es, die wichtigste Ziele der Stadt per Fahrradrikscha oder auch zu Fuß zu
erkunden.
Lokale Informationen bietet Ihnen der Server der
Universität Chiang Mai.
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